Airsoft Gas

Eine Softair Waffe die mit Gas betrieben wird, benötigt ein Treibgas, welches in das Gasmagazin der Waffe gefüllt wird. Das ist sehr einfach. Ähnlich wie man ein Feuerzeug mit Gas befüllt, wird auch die größere Airsoft Gasflasche in das Ventil gedrückt um den Gastank zu füllen. Sehr sinnvoll ist auch die Tatsache, dass dem Airsoft Gas eine kleine Menge Waffen Silikonöl beigemischt wird. Dadurch werden Ventildichtung, das Ventil selbst und weitere Komponenten wie der Blowback Mechanismus beim Schießen gleichzeitig geschmiert, geschützt und gepflegt. Das Silikonöl wird bei guten Airsoft Gasen ideal dosiert. So wird auch das Hop-Up System nicht beeinträchtigt.

Airsoft Gas ist somit eine unkomplizierte Methode für den Antrieb von BBs. Durch den Gasdruck steht einer solchen Waffe ähnlich wie einer elektrischen Softair Waffe konstante Energie zur Verfügung, Dadurch kann sie grundsätzlich technisch in die Lage versetzt werden, halbautomatisch oder sogar vollautomatisch zu schießen.

Handhabung von Airsoft Gasflaschen

Die Anwendung von Airsoft Gas ist sehr einfach. Denn es wird nur auf das Ventil des Gastanks gedrückt. Dieser ist meist im Griff untergebracht.

Um das beigemischte Silikon gut zu verteilen und um auch immer die richtige Dosis in den Gastank der Softair Waffe zu füllen, sind zwei Dinge wichtig:

  1. Gut schütten
  2. Senkrecht befüllen

Senkrecht befüllen bedeutet, dass sich die Flasche mit dem Airsoft Gas am besten lotrecht über dem Gastank befindet.

Varianten von Airsoft Gas

Das am häufigsten verwendete Softair Gas ist eine Verbindung von hauptsächlich Propangas und Butan. Diese Airsoft Gase werden auch unter weiteren Bezeichnungen wie zum Beispiel Green Gas oder Powergas angeboten.

Weniger verbreitet ist so genanntes Red Gas, welches erstens mehr Druck aufbaut und zweitens bei sehr niedrigen Temperaturen im Winter etwas besser funktioniert. Der höhere Druck ist aber für viele Softair Waffen ungeeignet, weil zum Beispiel Kunststoff-Komponenten wie Schlitten dadurch überlastet werden können.

Zudem gibt es noch schwächere Airsoft Gase zum Beispiel für besonders empfindliche Softair Waffen.

Gas Blowback

Um den Schuss mit einer als Softair Pistole nachgebauten Waffe für den Schützen möglichst realistisch zu machen, wird der Rückstoß (engl. Blowback) der Waffe simuliert. Da eine Softair Waffe keinen nennenswerten echten physikalischen Rückstoß erzeugt, wird der Rückstoß mit der Energie des Airsoft Gases erzeugt. Dabei fährt auch der Schlitten zurück und schnellt wieder vor, sofern noch Munition bzw. Druck vorhanden ist. Ansonsten wird der Verschluss gefangen. Somit werden auch diese Funktionen so simuliert, wie sie bei einer echten Waffe stattfinden.

Softair Waffen mit Gas Blowback werden auch als GBB bezeichnet. Ohne Blowback lautet die Bezeichnung NBB für "No Blowback".

Cool Down Effekt bei Airsoft Gasen

Den Cool-Down-Effekt kennt jeder, der schon mal ein Druckluftspray, Feuerzeuggas oder Campinggas verwendet hat. Strömt das Gas aus, wird der Behälter und auch das ausströmende Gas sehr kalt. Sogar eine Eisschicht kann sich auf dem Behälter bilden. Dadurch werden Komponenten der Softair Waffe beim Befüllen und auch beim Schießen schnell richtig kalt. Der Gasdruck verringert sich dadurch. Wie schnell der Druck abfällt, hängt von unterschiedlichen Bedingungen ab. Die Außentemperatur und die Schussfolge sind dabei die wichtigsten Parameter. Je kälter es ist und je schneller die Schussfolge, desto eher kommt der Cool-Down-Effekt zustande. Die Vereisung ist ein physikalischer Effekt durch das verdampfende flüssige Gas im Inneren des Druckbehälters.

Auch deshalb ist es wichtig, dass etwas Silikon-Öl in den Airsoft Gasen enthalten ist. Denn ohne Silikon würden mit der Zeit Dichtungen und Kunststoff-Komponenten porös werden.

Moderne Airsoft Gase wie du sie hier im Waffenpflege-Shop findest, unterdrücken den Cool-Down-Effekt so gut wie möglich und klassifizieren sich als Wintertauglich. Der Cool-Down-Effekt ist übrigens bei CO2 Kapseln deutlich geringer als bei Airsoft Gas.